Nach langem Hin und Her: Gücü verliert gegen Turbine mit 4:6

Trotz der äußerst widrigen Platzverhältnisse bekamen die Zuschauer zehn Tore und ein sehr munteres Fußballspiel geboten. Die Schneedecke auf dem Kunstrasenplatz führte also nicht nur zu Problemen bei der Ballannahme und zahlreichen Rutschpartien, sondern auch zu einem abwechslungsreichen und spannendem Fußballmatch.

Zunächst wurde der Gegner seiner Favoritenrolle gerecht und stürmte munter auf das Gücütor zu, das heute, zum ersten Mal in dieser Saison, vom Stammtorhüter Triesch bewacht wurde. So fiel das 0:1 auch relativ schnell. Danach wurde Gücü etwas stärker, und konnte sich sogar Feldüberlegenheit erspielen. Zur Mitte der ersten Halbzeit nahm sich Karim ein Herz und schoss aus der zweiten Reihe aus linker Position unhaltbar über den rechten Innenpfosten zum Ausgleich. Auch danach spielte fast nur noch Gücü, die Anfangsschwäche schien überwunden. Karim war kurz darauf auch am zweiten Tor beteiligt: Abermals brachte ein Fernschuss den gegnerischen Torwart in Schwierigkeiten, der den Ball nur abklatschen lassen konnte. Mimo erkannte die Situation als erster und schoss zur Führung ein. Zur Halbzeit stand es also 2:1 für Gücü - zu diesem Zeitpunkt sogar verdient.

Nach der Halbzeit wurde der Gegner wieder stärker, so dass zunächst ein ausgeglichenes Spiel stattfand. Gücü verlegte sich auf gefährliche Konter. Durch einen solchen Konter fiel auch das 3:1, wieder durch Mimo.

Danach waren sich die Gücüs vielleicht etwas zu siegessicher und schalteten ein paar Gänge zurück. Der Gegner wurde nicht mehr konsequent genug angegriffen, die Gücüs wurden immer mehr in die eigene Hälfte gedrückt. Nach einigen gefährlichen Angriffen lag der Anschlusstreffer förmlich in der Luft. Dann fiel das 2:3. Der Treffer reichte aber noch nicht aus, um die Gücüs wieder wach zu rütteln, und der Sturmlauf des Gegners ging weiter. Kurze Zeit später bekam der Gegner einen Handelfmeter zugesprochen. Erst jetzt schienen die Gücüs zu begreifen, dass die komfortable Führung ernsthaft verspielt schien. Aber der ansonsten gut geschossene Elfer traf nur den rechten Pfosten, den Nachschuss konnte Triesch parieren. Doch leider konnten die Gücüs auch aus dieser Situation keine Kraft schöpfen. Ganz im Gegenteil: Während die meisten Gücüs sich noch über den vergebenen Elfer freuten flankte der Gegner von rechts auf den langen Pfosten, Kopfball, Tor, Ausgleich.

Der Gegner witterte die Möglichkeit zum Sieg und sah sich im Oberwasser. Um so erstaunlicher, dass die Gücüs jetzt noch einmal kamen. Gücü wurde wieder besser und machte es dem Gegner fast nach: Eine lange Flanke von der linken Seite konnte ebenfalls durch einen Kopfball zur erneuten Führung umgemünzt werden!

Jetzt bewies der Gegner wiederum Moral! Und bei den Gücüs machte sich eindeutig wieder konditionelle Probleme bemerkbar. Allzuleicht ließen sich die Gücüs wieder hinten rein drängen. Ca. 10 Minuten vor Schluss fiel der Ausgleich, kurz darauf sogar die gegnerische Führung. Noch einmal konnten sich die Gücüs nicht befreien. Eine Zeit lang sah es sogar so aus, als ob jede Flanke in den Gücüstrafraum mit einem Tor bestraft wurde. So fiel auch das 4:6.

Alles in allem ein sehr kurioses Spiel. Und Gücü verlor mal wieder nach einer kämpferischen Leistung. Rückstand aufgeholt, zwei Tore Vorsprung, verschossener Elfer des Gegners, erneuet Führung… All das reichte heute leider nicht aus. Wieder einmal steht Gücü am Ende des Tages ohne Punkte da.

2 Kommentare zum Artikel “Nach langem Hin und Her: Gücü verliert gegen Turbine mit 4:6”

  1. Bud meint dazu:

    Schön geschrieben, Herr Kollege! Schön, das Herr Triesch wieder dabei ist! Kacke, dass wir immer verlieren!! Jetzt Mal nen Satz mit drei Rufzeichen!!! Ich grüß euch und hoffe, das wir das nächste Match für uns entscheiden.

    Leidenschaftlich, euer Bud!

    ps.: Insider haben den Herrn Klasnic bei Verhandlungen mit Herrn Assauer gesehen, juchhu! ( siehe auch: http://www.ivanklasnic.com/page/main/index_de.htm )

  2. Murat meint dazu:

    Hallo an Alle, man Leute dieser Bericht tut weh, 3 zu eins dann 4 zu sechs. Was ist mit der Abwehr, die muss Bluten und “wenns sein muss auch grass fressen”, bei so einer Fuehrung. Ich hoffe,dass ich nàchste Woche dabei sein kann. Moge mir die Abwehr verzeihen, es ist nur die Sehnsucht nach guten Nachrichten hier im Exil..
    ok liebe Gruesse an alle…
    Murat

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