Die “Affäre Schwarz”

[ben] Als ich heute abend mehr oder weniger nichtsahnend auf unsere schöne Gücü-Page surfte, stellte ich fest, daß es mal wieder etwas richtig interessantes neues zu lesen gab: Einen lustigen Gästebucheintrag und zwei Kommentare zu selbigem. Da dachte ich mir: Wo zwei Kommentare sind, kann ein dritter nicht schaden.
Aber im Ernst, ich habe das Gefühl, daß trotz der Artikel von Phize und Lutz noch nicht alles klar rübergekommen ist, was die in TU-Liga Kreisen sogenannte Affäre „Schwarz„ betrifft.
Aber zunächst auch von mir eine kleine Stellungnahme zu Ralfs Versuch, die Auflösung der absoluten Angstgegner Berlin Gücü in die Schuhe zu schieben.
Da kocht ja so allerhand hoch, in dem netten Gästebucheintrag von Ralf…von fünf am besten noch alteingesessenen Angstgegnern ist die Rede, die von Gücü abgeworben wurden, was die Zerstörung des Angstgegner-Teams nach sich zog.
Aha, aha. Rohde ist ja wohl der Proto-Typ von alteingesessenem Angstgegner. Er ist ja auch kein Gründungsmitglied von Berlin Gücü – es war ja auch keine Selbstverständlichkeit, daß er in der TU-Liga für Gücü spielen würde. Nein, nein.
Simon Lieb, der nächste Kandidat. Ich habe mal mit Satt und Durstig gegen die absoluten Angstgegner gespielt, da hat Lieb noch auf dem Spielfeld vor Spielbeginn gefragt, ob er nicht bei Satt und Durstig mitspielen soll, weil es bei den Angstgegnern irgendwelche Querelen gab, zu viele Spieler und so…. Im Spiel hat Lieb, welcher dann doch für die Angstgegner spielte, vier Tore geschossen, da habe ich mich schon gefragt, wieso der nur als Ersatz geplant war. Jedenfalls sagte einmal ein Angstgegner, der jetzt bei den X-Men spielt, lachend über Simon Lieb: „Das ist doch kein guter Spieler, der kann nichts.„ Ich glaube, ich kann nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft von Berlin Gücü sprechen, wenn ich sage: Ich bin stolz, daß Simon Lieb unsere Nummer 10 trägt.
Arne, Nurdin, Otto. Bei den dreien will ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Was Arne betrifft, so weiß ich, daß ihm der Abschied von den Angstgegnern nicht gerade leicht gefallen ist. Und zugegeben: Wir haben ihn bearbeitet. Wir wollten unbedingt, daß er für uns spielt. Die Frage ist doch: Warum ist er denn gegangen? Man weiß es nicht. Vielleicht ist Phize ja auf der richtigen Spur, wenn er meint, daß Fußball bei Gücü einfach mehr Spaß macht, was übrigens auch die Meinung von Schwarz ist, aber zum Thema Schwarz später mehr.
Jedenfalls finde ich es ziemlich dreist, unterschwellig zu behaupten, daß Gücü mitverantwortlich für die Auflösung der absoluten Angstgegner ist. Und so wende ich mich mit diesen Sätzen mal direkt an Ralf: Daß die Angstgegner den Bach runter gegangen sind, habt ihr, und nur ihr alleine zu verantworten. Auch daß Arne, Nurdin, Otto und Lieb zu uns wechselten (Rohde lasse ich als selbstverständlich mal außen vor) habt ihr selbst zu verantworten. Aus welchen Gründen auch immer wart ihr nicht mehr attraktiv genug für diese Spieler. (Das mit den Wechseln macht doch aber auch nichts, laut Aussage eines X-Men sind das doch eh alles nur “Flaschen”, die “können wir doch haben”).
Nun aber mal zum Hauptthema: Hick-Hack um Schwarz. Zunächst: Kann mir jemand sagen, was in Ralfs Kopf vorgeht, wenn er sagt, wir hätten Schwarz nicht verdient? Kann mir jemand sagen, wie er das meint, es sei ein schlechter Witz, daß wir ohne Schwarz auskommen könnten? Wir hatten (und vermutlich auch haben) jede Hilfe nötig?
Mann. Ich verliere lieber noch zehn mal gegen die X-Men mit 2-1, aber deshalb habe ich noch lange nicht jede Hilfe nötig. Hilfe hat wohl eher Ralf nötig, wenn er so einen Mist zusammenschreibt.
Schwarz hat zu mir auf der Gücü-Mannschaftsversammlung kurz vor dem Freundschaftsspiel gegen X-Men wörtlich gesagt: “Ich will nur dieses Freundschaftsspiel für X-Men spielen, weil die ansonsten nicht genug sind”. Auf meine Frage, wie er sich entscheiden würde, wenn X-Men und Berlin Gücü zeitgleich oder gegeneinander spielen würden sagte er: “Dann spiele ich für Gücü”. Das hat Schwarz so gesagt. Dann braucht sich auch niemand wundern, wenn die Leute von Gücü sauer sind, daß Schwarz das letzte Spiel gegen Gücü spielte. Ein solcher Wortbruch ist scheiße, darüber gibt es keine zwei Meinungen.
Dennoch gehöre ich nicht zu denjenigen, die jetzt von Schwarz nichts mehr wissen wollen. Und folgendes finde ich – um Gücüs Willen – wichtig zu betonen:
Schwarz ist ein Fußballverrückter. Er will soviel spielen, wie es nur geht. Und er will möglichst immer gewinnen (wie wahrscheinlich jeder andere auch). Auch deshalb hat er sich letztes Spiel gegen uns entschieden. “Untragbar” mögen jetzt viele schreien. Aber man muß die Dinge realistisch sehen. Schwarz war nie 100% Gücü und wird es auch niemals sein. Er spielt bei Limes, X-Men, bei uns und manchmal sogar bei Treu und Glauben (was weiß ich, wo er noch alles spielt). Er hat sich letztes Spiel für die X-Men entschieden. Mit das einzige, daß in dem Gästebucheintrag von Ralf Sinn macht, ist die Feststellung, daß X-Men eben einfach die Mannschaft ist, der Schwarz am nähesten steht. Das ist eben so. Gut. Kann er deswegen jetzt wirklich nicht mehr bei uns mitspielen? Ich höre Sachen wie: “Schwarz als Gegenspieler zu haben ist ein komisches Gefühl” oder “Wenn Lenni wieder fit ist, steht die Abwehr” oder “Phize war doch klasse – wir brauchen Schwarz nicht”. Stimmt ja alles. Aber denkt man an die Mannschaft, kommt man nicht daran vorbei: Schwarz ist eine enorme Hilfe für uns. In allen Spielen, in denen er mitspielt, haben wir meines Erachtens eine größere Chance zu gewinnen (weswegen wir ihn noch lange nicht unbedingt brauchen). Warum aber sollen wir jetzt kategorisch auf eine solche Hilfe verzichten? Weil sich Schwarz für sein altes Team mit seinen alten (guten) Freunden entschieden hat? Finde ich nicht. Daß wir sehr wohl auch ohne Schwarz können, haben wir in besagtem Spiel bewiesen. Das heißt aber nicht, daß wir auch immer ohne Schwarz sollten.
Fazit: Ich finde, Schwarz sollte weiter für Gücü spielen, wenn er dies überhaupt noch will. Er sollte aber natürlich nur dann bei Gücü weiterspielen, wenn die Mannschaft das noch will. Wenn einige ihm die Entscheidung, für X-Men zu spielen, bzw. den Wortbruch so übelnehmen, daß sie nicht mehr mit ihm können, gibt es natürlich keine Zukunft mehr für ihn bei Gücü (würde ich sehr schade finden). Aber: Er hat die ganze Situation selbst herbeigeführt. Weiterhin ist es meiner Ansicht nach aber unerläßlich, daß Schwarz selbst mal ein paar Takte zum Thema liefert. Eine Erklärung für seine widersprüchlichen Äußerungen ist zwingend notwendig.
Bleibt mir nur noch zu sagen, daß ich die Äußerungen von Ralf im Gästebuch ziemlich scheiße fand (wie man merken konnte). Er kann nicht beurteilen, ob wir Schwarz verdienen oder nicht, da er uns überhaupt nicht kennt. Man sollte erst dann anfangen zu schwallen, wenn man weiß, worüber man schwallt. Wie dem auch sei, es ist müßig weiter darüber zu debattieren.

In diesem Sinne
Benna

2 Kommentare zum Artikel “Die “Affäre Schwarz””

  1. Berlin Gücü » Blog Archive » Vorbericht zum Spiel gegen X-Men meint dazu:

    […] Das Verhältnis zwischen Gücü und den X-Men war aus bestimmten Gründen von Anfang an problematisch, da einige Gücü-Gründungsmitglieder (Otto, Lenni, Arne, Schwarz) direkt von X-Men (die sich damals aber noch “Absoluter Angstgegner” nannten) abgeworben wurden. Umgekehrt spielte der Gücü-Spieler Schwarz später doch immer wieder bei X-Men, so dass auch dieser Umstand Emotionen zu schüren vermochte, siehe z.B, die Äffere Schwarz und das dazu gehörende Interview mit Schwarz. […]

  2. joker meint dazu:

    also, ich hab schon oft für, gegen x- men gespielt und in diversen tu- liga- teams gespielt. und was ihr so alles über und gegen die x- men behauptet, find ich echt übertrieben. wir haben seit ich da bin, eine offene regel, man kann kommen und gehen, einfach so. mal hier spielen, morgen dort, völlig egal.

    euren kommentar verstehe ich so nicht wirklich. wenn ralf mal bei x- men, gücü und sonstwo spielt, ist das klar, das mache ich auch. kaum einer ist so schlecht bei den x-men, dass er nicht auch woanders mitkicken kann.

    ich glaub, euch ist nur allmählich klar geworden, dass ihr am kommenden samstag am grünen gürtel wiedermal alt aussehen werdet. die x- men sind denn doch ein geachteter angstgegner, auch wenn sie nu als x-men firmieren.

    mit derartigen alten kamellen die emotionen hochschaukeln, find ich billig. uns gebt ihr so nur die motivation zum punkten, die wir in den letzten spielen nicht immer hatten.

    vor dem spiel ist nach dem spiel… in diesem sinne — lasst knacken.

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