Niederlage gegen den Tabellenführer

[klu] Beim Spiel gegen den TSV Eichkamp konnte Berlin Gücü dem derzeit Erstplatzierten der Gruppe 3B letzlich nicht das Wasser reichen. Trotz einer guten ersten Halbzeit verlor die Mannschaft um Trainer Martin noch deutlich mit 3:7.

Positiv fiel zunächst auf, dass trotz (und im Gegensatz zur letzten Woche) des frühen Anpfiffs ausreichend Gücüs aufliefen. Die erste Halbzeit verlief aus Gücüs Sicht sowieso überraschend gut. In den ersten Minuten wäre ein neutraler Beobachter nicht unbedingt von einem Duell zwischen dem Tabellenführer und dem Schlusslicht ausgegangen. Gücü stand hinten relativ sicher und spielte sogar ab und zu ansprechend nach vorne. Demzufolge fiel auch das 1:0 für Gücü, nachdem Mahmoud eine von links hereingegebene Ecke wunderschön mit einem Seitfallheber unter die Latte setzte.

Danach wurde Eichkamp zwar langsam stärker, die erste gefährliche Szene entwickelte sich aber auch eher zufällig, als Triesch eine hohe Bogenlampe aufgrund der tief stehenden Sonne nicht fangen konnte, sondern mit dem Kopf gerade noch an den Pfosten lenkte.

Aber auch jetzt hatte Gücü noch gute Chancen, so vergab Lieb freistehend vor dem Tor und Mahmoud setzte einen Freistoß noch an die Latte.

Eichkamp setzte Gücü trotzdem immer stärker unter Druck, und so fiel kurz vor der Halbzeit noch das 1:1.

In der zweiten Halbzeit nutzten die Eichkampler gleich eine Nachlässigkeit der Gücü-Defensive, die scheinbar noch nicht ganz auf dem Platz war. Danach offenbarte sich eine alte Gücüschwäche: Mangelnde Kondition. Gücü konnte einfach die Leistungen der ersten Halbzeit nicht aufrecht erhalten. In der Abwehr und im defensiven Mittelfeld mussten nun häufiger Spieler ausgewechselt werden und die Konzentration ließ rapide nach.

Jetzt ging es ganz schnell: Erst fiel das 1:3, dann auch noch das 1:4. Da die Gücüs in der zweiten Halbzeit die Hoffnungen mehr auf ein Ergebnishalten gesetzt hatten, waren selbige jetzt natürlich verflogen. Trotzdem konnte Gücü noch einmal ein Lebenszeichen von sich geben: Lieb konnte die mittlerweile vielleicht etwas nachlässiger agierende Abwehr überlisten und zum Anschlusstreffer eintreffen.

Leider fiel auch jetzt das 2:5 vor dem 3:5. In anderer Reihenfolge hätte der von Lenni souverän verwandelte Fooulelfmeter (der gelernte Stürmer Rohde wurde zuvor gelegt) möglicherweise noch eine Kraftreserven freimachen können.

So fielen zu guter Letzt sogar noch zwei weitere Gegentore.

Fazit: 3:7 klingt schlechter als es dann tatsächlich war. Die Leistungen in der ersten Halbzeit geben Grund zur Hoffnung, dass man gegen weniger starke Gegner auch mal wieder punkten kann.

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